Ratgeber Fibromyalgie

Informationen für Betroffene und Interessierte

Wissenswertes zu Fibromyalgie

Bei Fibromyalgie handelt es sich um eine Erkrankung, die die Betroffenen nach heutigem Kenntnisstand ein Leben lang begleiten wird. Daher steht und fällt eine Therapie, die eine dauerhafte Verbesserung der Symptome bewirken soll, mit dem Patienten selbst. Seine konsequente Mitarbeit ist unerlässlich.

Was kann ich als Mensch mit Fibromyalgie selbst tun?

Sie müssen wie jeder Mensch, der unter Fibromyalgie leidet, für sich selbst herausfinden, wie Sie mit Ihrer Erkrankung am Besten umgehen und welche Verhaltensweisen Ihnen das Leben mit dem Symptomen erleichtern. Gehören Sie zu denjenigen, denen es hilft, wenn sie sich mithilfe von Büchern und Internet ausgiebig über die Krankheit informieren, oder benötigen Sie eher die Unterstützung und den Trost einer Selbsthilfegruppen, wo Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen können? Diese und weitere Fragen müssen Sie zunächst einmal ganz für sich allein beantworten.

Darüber hinaus ist es allerdings sehr wichtig, dass Sie die individuelle Therapie auch in den Phasen, in denen der Schmerz erträglich ist oder Sie sogar kaum beeinträchtigt, weiterführen. Auch wenn Sie zeitweise auf Schmerzmittel verzichten können, machen Sie mit den physikalischen Therapien, den Entspannungsübungen oder auch anderen Dingen, die Ihnen gut tun, weiter. Natürlich werden Sie auch Momente haben, in denen Sie glauben, Sie könnten nicht mehr. Sie werden einfach aufgeben, sich in Ihrem Bett verkriechen und die Decke über den Kopf ziehen wollen. Einfach nichts hören und nichts sehen. Das ist verständlich und auch ganz natürlich. Sollte dieser Zustand allerdings länger anhalten, suchen Sie unbedingt professionelle Hilfe auf. Ein Psychologe kann ihnen dabei helfen, mit den Hochs und Tiefs Ihrer Erkrankung besser zurechtzukommen.

Wie ist der Verlauf von Fibromyalgie?

Menschen, die unter Fibromyalgie leiden, müssen nicht befürchten, dass die Erkrankung ihre Gelenke oder Knochen angreift und zerstört. Dennoch ist es äußerst wichtig, dass Fibromyalgie frühzeitig diagnostiziert wird, denn je früher die Behandlung begonnen werden kann, desto größer sind die Erfolge. Leider beginnt die Erkrankung in der Regel schleichend. Zunächst klagen die Betroffenen über Müdigkeit und Abgeschlagenheit, dann über Schmerzen in der Lenden- und seltener in der Halswirbelsäule. Im weiteren Verlauf kommen heftige Schmerzen in Armen und Beinen hinzu, sowie weitere individuell unterschiedliche Begleit Symptome. Die Erkrankung verläuft nicht regelmäßig. Phasen mit sehr starken Schmerzen und fast schmerzfreie Phasen wechseln sich ab. Niemand kann voraussagen, wie lange eine Phase dauern wird. Erfahrungsgemäß kann es allerdings nach akuten Infekten oder aber nach einer Stressbelastung zu einer Schmerzattacke kommen. Gemeinhin dauert es etwa 8 Jahre, bis sich eine Fibromyalgie mit all ihren Begleitsymptomen komplett entwickelt hat.

Wie steht es um die Forschung zur Fibromyalgie?

Heutzutage bringen Betroffene nicht selten einen bis zu 8-jährigen Leidensweg hinter sich, bevor sie die Diagnose Fibromyalgie erhalten. Bis dahin haben sie meist eine wahre Arztodyssee hinter sich gebracht und einiges an Schmerzen erleiden müssen. Daher ist die Medizinfoschung sehr stark bemüht, die Erkrankung und ihre Ursachen sowie ihren Verlauf weiter zu entschlüsseln. Sowohl bei Untersuchungen in den USA als auch hier in Deutschland wurden wertvolle Erkenntnisse gewonnen wie z. B. bestimmte Laborwerte, die auf Fibromyalgie hindeuten, oder auch neue Möglichkeiten der Schmerztherapie . Dennoch konnte die genaue Ursache von Fibromyalgie bisher nicht ermittelt werden.

Es gilt zu hoffen, dass auf diesem Gebiet weiter intensiv geforscht wird. Nichts ist hilfreicher für die Betroffenen, als eine schnelle Diagnose und das Gefühl, ernst genommen zu werden. Auch zum Thema „Fibromyalgie“ ist in unserer Gesellschaft noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.

Melissa Seitz

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    Der Feind ist unsichtbar. Er lauert im ganzen Körper und verursacht unterschiedliche Beschwerden. Die Betroffenen sehen gesund aus. Das Heimtückische daran ist, dass auch die Ärzte nichts finden: Nicht im Blut, nicht im Röntgenbild ist Fibromyalgie nachzuweisen.